Schrift vergrößern
Kontrast Gelb auf Schwarz
Kontrast Schwarz auf Gelb
Kontrast Blau auf Weiß
Standard
Landeszentrum
für Hör- und Sehbildung

Welche Handlungskompetenzen und  Lernziele kann sich der Auszubildende erwarten?

Das oberste Ziel der Berufsausbildung am Landeszentrum für Hör- und Sehbildung ist das erreichen eines Berufsabschlusses nach den jeweiligen Berufsbildern. Haupt- und Nebenkompetenzen der Ausbildung sind wie folgt:

1 Fachkompetenz
Die Fachkompetenzen befähigen die Auszubildenden, fachliche Aufgaben und Probleme im Berufsfeld eigenständig und kompetent zu lösen sowie den wechselnden Anforderungen im Beruf gerecht zu werden und diese zu bewältigen.

1.1 Leitziele und Richtziele umschreiben die bei Ausbildungsende erworbenen Fachkompetenzen. Mit den Leitzielen werden in allgemeiner Form die Themengebiete der Ausbildung beschrieben und begründet, warum diese für die Berufsziele wichtig sind. Mit den Richtzielen werden die Leitziele in konkretes Verhalten übersetzt, das die Lernenden in bestimmten Situationen zeigen sollen.

1.2 Mit den Fachkompetenzen, wie sie in den Leitzielen, Richtzielen und Leistungszielen formuliert sind, werden ebenso Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen gefördert.

1.3 Die Lernenden erreichen die Handlungsfähigkeit für das Berufsbild gemäß ihrer Ausbildungsverordnung(siehe Anhang). Sie werden auf das lebenslange Lernen vorbereitet und in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert.

2 Methodenkompetenzen
Die Methodenkompetenzen ermöglichen den Auszubildenden dank guter persönlicher Arbeitsorganisation eine geordnete und geplante Arbeitsweise, einen sinnvollen Einsatz der Hilfsmittel und das zielgerichtete und durchdachte Lösen von Problemstellungen.

2.1 Arbeitstechniken und Problemlösen, zur Lösung von beruflichen und persönlichen Aufgaben setzen Auszubildenden Methoden und Hilfsmittel des Problemlösens ein, die ihnen erlauben, Ordnung zu halten, Prioritäten zu setzen, Kundenabhängige und Kundenunabhängige Tätigkeiten zu unterscheiden, Abläufe systematisch und rationell zu gestalten und die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Sie planen ihre Arbeitsschritte, arbeiten zielorientiert und effizient und bewerten ihre Arbeitsschritte systematisch.

2.2 Prozessorientiertes, vernetztes Denken und Handeln, Wirtschaftliche Abläufe können nicht isoliert betrachtet werden. Auszubildende erkennen und verwenden Methoden, um ihre Tätigkeiten im Zusammenhang mit anderen Aktivitäten im Unternehmen zu sehen und vor- und nachgelagerte Schnittstellen zu berücksichtigen. Sie sind sich der Auswirkungen ihrer Arbeit auf ihre Arbeitskollegen und auf den Erfolg des Unternehmens bewusst.

2.3 Informations- und Kommunikationsstrategien, die Anwendung der modernen Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologien im Handwerk  wird in Zukunft immer wichtiger. Arbeitnehmer sollten sind sich dessen bewusst sein und helfen mit, den Informationsfluss im Unternehmen zu optimieren und den Einsatz neuer Systeme zu realisieren. Sie sollten in der Lage sein sich selbständig Informationen zu beschaffen und nutzen diese Informationen im Interesse ihrer Kunden und des Betriebs.

2.4 Lernstrategien zur Steigerung des Lernerfolgs und des lebenslangen Lernens stehen verschiedene Strategien zur Verfügung. Da Lernstile individuell verschieden sind, reflektieren Auszubildende ihr Lernverhalten und passen es unterschiedlichen Aufgaben und Problemstellungen situativ an. Sie arbeiten mit für sie effizienten Lernstrategien, die ihnen beim Lernen Freude, Erfolg und Zufriedenheit bereiten. Damit stärken sie ihre Fähigkeiten für das lebenslange und selbständige Lernen.

2.5 Kreativitätstechniken, Offenheit für neue Produkte und Produktionsformen, für neue Betriebssysteme und Betriebsabläufe, für neue Erkenntnisse in der Ausbildung und Entwicklungen in Betrieben und unkonventionelle Vorgehensweisen sind wichtige Kompetenzen von Facharbeitern. Deshalb sind sie fähig, bei offenen Problemen herkömmliche Denkmuster zu verlassen und mit Kreativitätstechniken zu neuen und innovativen Lösungen beizutragen. Fachkräfte zeichnen sich durch Wachsamkeit und eine offene Haltung gegenüber Neuerungen und Trends in ihrem Berufsumfeld aus.

2.6 Präsentationstechniken, der Erfolg der Auszubildenden wird wesentlich mitbestimmt durch die Art und Weise, wie die sie ihre Arbeit und sich präsentieren. Auszubildende kennen und beherrschen im Ansatz die Präsentationstechniken und setzen sie zum optimalen Nutzen für sich Selbst und des Unternehmens ein.

3 Sozial- und Selbstkompetenz
Die Sozial- und Selbstkompetenzen ermöglichen den Auszubildenden, Beziehungen gemeinsam zu gestalten und Herausforderungen in Kommunikations- und Teamsituationen sicher und selbstbewusst zu bewältigen. Dabei stärken sie ihre Persönlichkeit und sind bereit, an ihrer eigenen Entwicklung zu arbeiten.

3.1 Eigenverantwortliches Handeln, im Ausbildungsbetrieb sind die Auszubildenden mitverantwortlich für die betrieblichen Abläufe. Sie sind bereit, diese mitzugestalten und zu verbessern, in eigener Verantwortung Entscheide zu treffen und gewissenhaft zu handeln. Damit stellen sie in ihrem Arbeitsbereich sicher, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden befriedigt und die betrieblichen Vorgaben eingehalten werden.

3.2 Lebenslanges Lernen, Ernährungsweisen und Heilmethoden, Produkte, Produktionsformen und Technologien, Lebensgewohnheiten und Kundenbedürfnisse ändern sich stetig. Technik und Wissenschaft entwickeln neue Erkenntnisse und Methoden. Anpassungen an die sich rasch ändernden Bedürfnisse und Bedingungen und an neue Erkenntnisse sind eine Notwendigkeit. Auszubildende und Fachkräfte sind sich dessen bewusst und sind bereit, laufend neue Erkenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und sich auf lebenslanges Lernen einzustellen.

3.3 Kommunikationsfähigkeit, die Aktivitäten in den Ausbildungsbetrieben machen es unerlässlich, dass Auszubildende adressatengerecht und situativ angemessen kommunizieren. Ausbildner zeichnen sich durch Einfühlungsvermögen, Offenheit und Spontaneität aus. Sie sind gesprächsbereit, verstehen die Regeln erfolgreicher verbaler und nonverbaler Kommunikation und wenden diese selbstbewusst an. Diese Inhalte gilt es auch den Auszubildenden zu vermitteln. Ausbildner und Auszubildende Sie beachten die Schweigepflicht und verhalten sich den Umständen entsprechend diskret.

3.4 Konfliktfähigkeit, im beruflichen Alltag, wo sich viele Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen und Meinungen und mit unterschiedlichen Aufgaben und Ansprüchen begegnen, kommt es immer wieder zu Konfliktsituationen. Ausbildner und Auszubildende sind sich dessen bewusst und reagieren in solchen Fällen ruhig und überlegt. Sie stellen sich der Auseinandersetzung, akzeptieren andere Standpunkte, diskutieren sachbezogen und suchen nach konstruktiven Lösungen.

3.5 Teamfähigkeit, berufliche und persönliche Aufgaben können allein oder in einer Gruppe gelöst werden. Von Fall zu Fall muss entschieden werden, ob für die Lösung des Problems die Einzelperson oder das Team geeigneter ist. Auszubildende sind fähig, im Team zielorientiert und effizient zu arbeiten. Dabei beherrschen sie die Regeln und haben Erfahrung in erfolgreicher Teamarbeit und verhalten sich gegenüber Mitarbeitern, Vorgesetzten und Kunden kooperativ.

3.6 Umgangsformen, Ausbildner und Auszubildende pflegen bei ihrer Tätigkeit die unterschiedlichsten Kontakte mit Mitmenschen, Vorgesetzten und Kunden, die jeweils bestimmte Erwartungen an das Verhalten und die Umgangsformen haben. Auszubildende können ihre Sprache und ihr Verhalten der jeweiligen Situation und den Bedürfnissen der Gesprächspartner anpassen. Sie sind pünktlich, ordentlich und zuverlässig.

3.7 Belastbarkeit, die Erfüllung der verschiedenen Anforderungen und Aufgaben in den Ausbildungsbetrieben ist mit körperlichen und geistigen Anstrengungen verbunden. Auszubildende lernen mit Belastungen umzugehen, indem sie die ihnen zugewiesenen und zufallenden Aufgaben ruhig und überlegt angehen. In kritischen Situationen lernen sie den Überblick zu bewahren.  

4 Leitziele, Richtziele und Leistungsziele für alle drei Lernorte
Fachliche Ziele und Anforderungen in der Ausbildung werden über die drei Stufen Leitziele, Richtziele und Leistungsziele konkretisiert. Leitziele und Richtziele gelten für alle drei Lernorte, Leistungsziele werden für die Bildungs- und Lernorte Betrieb, Berufsfachschule und überbetrieblicher Kurs separat in einem Leistungszielkatalog ausgewiesen.